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Myrtha Kuni reads from her new novel “Das zerbrochene Steckenpferd” (in German)

Lesung bei Schöni Sache in Arisdorf
Myrtha Kuni liest von ihrem neuen Buch, „Das zerbrochene Steckenpferd“

Samstag, 30. März 18 Uhr

Sonntag, 31. März 10.30 Uhr

Nach der Lesung können Fragen gestellt werden, Bücher erworben und signiert werden.
Zur Stärkung gibt es Cüpli und Speckzopf.
Eintritt: Für einen Unkostenbeitrag bedanken wir uns sehr.

Das Zerbrochene Steckenpferd: Fr. 25.90
Septemberträume: Fr. 25
Oder beide im einmaligen Angebot: Fr. 35

Schöni Sache ist am Samstag ab 14 Uhr offen. Schöni Sache offen am Sonntag ab 10 Uhr.
Dauer der Lesung ca. eine halbe Stunde.

Die Haupthandlungsorte Ihres Romans sind Basel und die ländliche Umgebung. Hat das damit zu tun, dass Sie im Kanton Baselland wohnen?

Auf den ersten Blick ist das naheliegend, weil ich diese Region bestens kenne. Als Option hatte ich in Erwägung gezogen, fiktive Dorf- oder Städtenamen einzusetzen. Ich bin aber von dieser Idee sehr bald abgekommen. Für Einheimische ist es vermutlich interessanter, sich beim Lesen ein authentisches Bild machen zu können, und für Fremde wohl spannender, etwas über unbekannte Gegenden zu erfahren. Meine beiden Hauptprotagonisten reisen übrigens auch nach New York und Hamburg – Städte, die ich ebenfalls entdecken durfte und deshalb glaubwürdig beschreiben kann. Ich verabscheue es, über etwas zu schreiben, das mir unbekannt ist und nur nach Recherchen im Internet geschildert werden könnte.

Was hat Sie dazu veranlasst, nach Ihrem Erstlingswerk „Septemberträume“ erneut zu schreiben?

Hauptsächlich die Lust am Schreiben und die Freude zu erfahren, was aus der sprühenden Fantasie entstehen kann. Mein erstes Buch ist ein historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht und viele Recherchen erforderte. Nun wollte ich etwas „dichten“, das nur in meinem Kopf vorhanden war. Wenn ich erkläre, dass mir meine Geschichte um Lisa und John buchstäblich zugeflogen ist, bestätige ich die Aussagen vieler Autoren über ihre Erfahrungen. Ich hatte wohl ursprünglich eine Idee der Handlungen, wurde jedoch bald von meinem Weg zum Ziel

abgedrängt. Mein Vorhaben war, eine Partnerschaft zwischen Lisa und John, gespickt mit  Beziehungskrisen, zu skizzieren. Bald aber merkte ich, dass dies zu banal ist. Und plötzlich stand bildlich gesprochen der fünfjährige Johann vor mir, den ich bis ins Erwachsenenalter begleite, und der mir seine psychischen Zwangshandlungen offenlegte. Die Beschreibung derselben machte sogar mich als Autorin nachdenklich.

Warum der Titel „Das zerbrochene Steckenpferd“?

Der drängte sich mir beim Kapitel über Johanns schreckliches Erlebnis mit seinem selbstgebastelten Steckenpferd auf. Später merkte ich, dass der Titel auch eine Doppeldeutigkeit aufwies, nämlich einerseits das defekte Spielzeug, andererseits aber auch besondere Begabungen, die durch Ticks zerstört werden.

Ist Ihr Werk autobiografisch?

Nein, wenn man nur die Geschichte allein betrachtet. Diese habe ich mir von A bis Z ausgedacht. Hingegen beschreibe ich viel Selbsterlebtes. Zum Beispiel spielte ich Piccolo in einer Basler Fasnachtsgesellschaft, ich trieb viel Sport, weshalb ich Lisas Stadtlauf-Abenteuer schildern konnte, und das Wichtigste, ich hatte zeitlebens Hunde, meistens Collies. Meine jetzige Hündin war beim Schreiben und bei den Korrekturarbeiten stets in meiner Nähe. Meine besten Romanideen kamen mir auf unseren gemeinsamen Spaziergängen.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und eine spannende Lesung in den einmaligen Räumlichkeiten der Künstlerin Sibylle Laubscher.

Gastgeberin Sibylle Laubscher ist Künstlerin und zeichnet u. a. auch für die Volksstimme. Sie hat an zahlreiche Ausstellungen teil genommen, zurzeit sind ihre Arbeiten auch in der Galerie Obertor in Chur (9. März – 24. April 2019) zu sehen. In ihrer Galerie und Atelier können Sie in ihre Bilderwelt eintauchen und den kleinen, feinen „Museumsshop“ durchstöbern. Es gibt zudem eine grosse Auswahl an selbstgemachten Grusskarten.